Schulden sind – historisch wie aktuell – ein hochbrisantes Thema: Einerseits gehören Kredite ganz grundlegend zum Charakter unserer Wirtschaft, andererseits sind eventuell geschichtlich betrachtet mehr Reiche durch Überschuldung untergegangen als durch verlorene Kriege. Schulden haben Folgen.

Jede Schuld muss irgendwann bezahlt werden und – historisch wie aktuell – führt ein dauerhafter Verstoss gegen diese Regel zu gravierendsten Konsequenzen.

Kern bei der Thematik ist, insbesondere auf Seiten des Schuldners, ist die hohe „Bindungswirkung“ der Schuld: Sie bestimmt zukünftiges Verhalten mehr als alles andere. Denn es braucht „Zukunft“ und „Erfolg“ um eine Bezahlung sicherzustellen. Beides ist jedoch in sich höchst riskant, beides ist in hohem Masse unvorhersehbar.

Der grösste Teil unseres Wirtschaftssystems beruht jedoch auf einer sich „im Umlauf“ befindlichen Geldmenge, die solche zukünftigen einzulösenden Erwartungen zu ihrem Kern, zu ihrem eigentlichen Gegenstand haben. In vielen Fällen bestehen volkswirtschaftliche und private „Vermögen“ bei Licht bestehen wenn nicht aus effektiven Verbindlichkeiten, so doch aus direkten oder indirekten Verpflichtungen.

Private („Hausfinanzierung“), betriebliche („Investitionsfinanzierung“) wie staatliche („Pensionszusagen“) Beispiele sind Legion.

Wir beobachten laufend die Entwicklung vor allem der europäischen Staats- und Privathaushalte (soweit das auf öffentlich zugänglichen Zahlen möglich ist) und bieten immer wieder zu einzelnen Themen Artikel von Interesse an. Gerne übernehmen wir unter gewissen Voraussetzungen auch Auftragsarbeiten zu diesem Thema an.