Erlebte Verlangsamung: Umbauten im Turbachtal

Fast der gesamte Turbach scheint in diesen Wochen im Umbau, und diese Zeitung will einen kleinen Überblick geben über die Grösse und Bedeutung aller Arbeiten, deren Sinn und Ende. Es ist der Bericht einer deutlich verlangsamten Fahrt durch das Turbachtal.

«Sperrige» Arbeiten an den «Sperren»

Eine deutliche «Entschleunigung» beginnt schon, wenn man Gstaad in Richtung Turbachstrasse verlässt. An «Sperre 3» begegnet man zum ersten Mal einer grösseren Baustelle: Wechselnde Baustellen-Fahrzeuge blockieren hie und da die recht enge Strasse, die an dieser Stelle – kurz nach Verlassen der Gemarkung Gstaad – durch ein dunkles Waldstück am Bach entlang führt. Und wenn man dann einen Blick hinab in das Bachbett wirft, dann erst erkennt man das enorme Ausmass der hier durchgeführten Arbeiten (siehe Bild).

Später bei «Sperre 6» entsteht ein weiteres, ein fast monumentales Bauwerk: Mehrere Bagger bewegen vorsichtig und in gegenseitiger Abstimmung riesige Blöcke von Gestein und grosse Massen an Geröll. Und – vielleicht war es Zufall – mehr als einmal kommt auf dem Weg hinauf die Erkundungsfahrt baustellenbedingt zu einem Halt.

Aushaltebuchten & Verbreiterungen

Weiter oben dann, wenn man den Wald verlassen hat und sich schon fast im eigentlichen Turbach wähnt, erkennt man dann die erste von mehreren Strassen-Verbreiterungen und Aushaltebauchten, an denen seit dem Frühjahr gearbeitet wurde und die nun zum guten Teil schon fertiggestellt.

Auch hier wird die Fahrt immer wieder unterbrochen. Und ehe man sich versieht, steht man auch schon vor einem Bagger, der die Turbachstrasse «mal kurz» blockiert.

Kommunikation persönlich

Aber erst an der Abzweigung der Turbach- und der Scheidbachstrasse, nach gut 4 km Hinaufweg, steht dann schliesslich ein Schild, das darauf hinweist, dass die ganze Fahrt herauf mit Verkehrsbehinderungen und Wartezeiten verbunden sein könnte. Und erst diejenigen, die den Turbach wieder Richtung Gstaad verlassen werden mittels eines kleinen Schildes darauf hingewiesen, dass sie das Gstaad am besten über die Bissenstrasse wieder verlassen.

Die Leute im Turbach jedoch, die wurden, soviel wird schliesslich klar, von den Bau-Verantwortlichen und Projektleitern oft persönlich informiert, was als nächstes kommt und wann sie mit Behinderungen rechnen mussten. Die «Auswärtigen» standen offensichtlich weniger im Fokus. Es ist ein abgelegenes Tal.

Auch private Baustellen

Nicht immer aber sind es die Strassenbauarbeiten, die eine flüssige Fahrt nach oben blockieren: Es sind an diesem schönen Herbsttag zuerst entgegenkommende Velofahrer, dann eine über die Strasse trottende Kuhherde, und ein weiteres Mal der Baustellenverkehr einer privaten Baustelle. Es scheint, als ob der gesamte Turbach gerade im Umbau ist. Den Sommer und Herbst 2020 hat man im Turbach jedenfalls gut genutzt: Für grosse und kleine Erneuerungen.

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