Neues Zuhause für das «Element Wasser»

Sie ist umgezogen: Die «Wasserversorgungsgenossenschaft der Gemeinden Aeschi und Spiez» hat in den letzten Oktobertagen ein neues Gebäude bezogen: Faulenbachweg 11a in Spiez ist die neue Adresse. »Das Wasser» hat sozusagen ein neues Zuhause, obwohl die Bauarbeiten im Aussenbereich erst in diesen Tagen zu Ende gehen.

Am Eingang des neuen Betriebsleitungs-Gebäudes am Spiezer Faulenbachweg ist schon (fast) alles, wie es sein soll.

Das neue Gebäude ist hellblau gestrichen. Es symbolisiert damit nicht nur das Wasser selbst, sondern erinnert – vermutlich kaum beabsichtigt – auch an einen hellen, wolkenlosen Sommerhimmel. Da bei dem Gebäude auch noch auf ein wuchtiges Steildach verzichtet wurde, geht von dem modernen, eher leicht wirkenden Ensemble eine frohe und positive Stimmung aus.

Auch innen entfaltet der im Grunde schlichte, technisch orientierte Bau immer wieder schöne Perspektiven, die besonders das Licht im Innern zur Geltung bringen.

Kaum mehr als Stahl, Stein und Wände, aber das Innere des neuen Betriebsgebäudes der WVG Aeschi-Spiez spielt mit Perspektiven, mit Licht und Schatten.

Vor dem Niesen: Ein Fotomotiv

Kommt man vom Spiezer Bahnhof her, ahnt man trotz der Baucontainer, der Maschinen und den noch verbliebenen Resten der Baustelleneinrichtung, dass daraus einmal ein Fotomotiv entstehen könnte: Vor allem bei Sonnenlicht, mit dem Niesen im Hintergrund, eine nahezu malerische Perspektive.

Es kann ein farbenfrohes Fotomotiv werden: Das neue Betriebsgebäude der WVG Aeschi-Spiez.

Es wird noch gebaut: Draussen, vor der Tür, hat man in den vergangenen zwei Wochen Teile des Faulenbach- und des Chaletweges gesperrt und die alten Grauguss-Leitungen ersetzt. «Wir wollen die Strasse ja nicht alle paar Jahre neu aufreissen, und jetzt waren wir gerade schon mal dabei», erläutert Betriebsleiter Thomas Wernli die Motive des Eingriffs.

Die letzten Arbeiten am Übergang vom Faulenbachweg in den Chaletweg in Spiez.

Technisch ist das neue Gebäude funktional und modern eingerichtet: Es beinhaltet nicht nur umweltfreundliche Wärmepumpen, die an den Aussenseiten flüsterleise brummen, sondern auch eine Solaranlage auf dem Dach, die das Gebäude nahezu autark arbeiten lässt.

Im Innern wird gerade noch das Magazin aufgebaut, die Leitzentrale der Wasserversorgung (mit den Fernwirksystemen und Schalteinrichtungen) steht bereits und funktioniert seit dem Einzug.

Von hier aus werden zum Beispiel nicht nur die Wasserlieferungen der angeschlossenen Gemeinden Aeschi und Spiez organisiert, sondern auch diejenigen mit Partnergemeinden wie Wimmis, Reichenbach, Thun oder Krattigen.

Das Team ist alles

Und immer noch richten sie sich ein, die im Kern vier Betriebsleitungsmitglieder der Wasserversorgung am Spiezer Faulenbachweg. Ein gutes Team seien sie, bekräftigt die Finanzverantwortliche und Sekretärin der Genossenschaft, Manuela Oesch. Jeder könne sich «blind» auf jeden verlassen, jeder sei Spezialist in seinem Fach.

Empfangs-Schalter

Der neue Empfangs-Schalter im ersten OG ist auch das «Herz» der Genossenschaft, die von Manuela Oesch ebenso betreut wird wie etwaige Fragen zu den Wasserrechnungen der angeschlossenen Haushalte.

Manuela Oesch betreut an ihrem neuen Empfangs-Schalter nicht nur die Anliegen der Mitglieder der Genossenschaft, sondern auch alle Fragen rund um die Wasserrechnungen.

Die freundlichen Wasser-Ableser und ein Netz von Handwerkern

Nichts ginge freilich, so betont die Betriebsleitung gemeinschaftlich, ohne die freundlichen Wasser-Ableser der WVG. Wasser abzulesen, das sei eine «richtige Berufung». Modern formuliert zeigen die Ableser eine – ohne Übertreibung – beispiellose Sozialkompetenz, müssen sie doch in allen angeschlossenen Privathaushalten auch dann Wasser ablesen, wenn es «mal nicht so passt» oder die Bewohner vielleicht gerade aus der Dusche kommen.

Überdies steht die Wasserversorgung in engstem Kontakt mit der lokalen Handwerkerschaft, die auch wesentliche Arbeiten des neuen Baus übernommen hat.

Alle zusammen aber fühlen sich ausgesprochen wohl in dem neuen Gebäude. Und irgendwann im kommenden Jahr wird man es dann mit einem passenden Anlass offiziell eröffnen.

Der Artikel erschien am 22.11.2019 im „Frutigländer“

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